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Die Unfallstatistiken der vergangenen Jahre belegen, dass eine auffällige Konzentration der Unfallhäufigkeit bei der Altersgruppe der 18- bis 24-jährigen auftritt. Diese Altersgruppe verursacht ein Viertel aller Unfälle. Diese alarmierenden Zahlen haben das Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Polizei, dem ADAC, der Landesverkehrswacht und dem Fahrlehrerverband dazu veranlasst, die Gemeinschaftsinitiative „Verkehrssicherheit jetzt“ ins Leben zu rufen. Zielgruppe sind Schülerinnen und Schüler der berufsbildenden Schulen der Klassenstufe 12, also Auszubildende im dritten Lehrjahr. |
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Das Projekt besteht aus zwei Modulen: Teil eins besteht aus einem Aufklärungsunterricht durch speziell geschulte Polizeibeamte, die im Unterrichtsgespräch der Frage nachgehen, warum es für junge Fahrerinnen und Fahrer oft so schwer ist, sich an die Verkehrsvorschriften zu halten. Ursachen hierfür sind Spaß, (vermeintlicher) Gruppendruck, Imponiergehabe, Alkohol/Drogen, Stress, Ablenkung durch Mitfahrer oder laute Musik. Gleichzeitig wird über die Folgen von Verkehrsunfällen und Strafen bei Alkohol- und Drogendelikten informiert. Der zweite Teil besteht aus einem Fahrsicherheitsseminar beim ADAC. Auf einer Informationsfahrt mit Fahrlehrer im normalen Straßenverkehr werden fehlerhafte Fahrgewohnheiten vergegenwärtigt. Anschließend wird die Fahrphysik praktisch erlebt. Bremsen in Kurven, bei Nässe und auf einseitig rutschiger Fahrbahn wird auf dem Verkehrsübungsplatz des ADAC trainiert. Im Rahmen dieses Projekts hat die Klasse KFR12 des Berufsbildungszentrums St. Ingbert - Friseurinnen im dritten Ausbildungsjahr - das Sicherheitstraining auf dem Verkehrsübungsplatz des ADAC absolviert. Die Unfallstatistik belegt, dass die Berufsgruppe der Kfz-Auszubildenden am häufigsten an Unfällen beteiligt ist, gefolgt von Malern und Lackierern und auf Platz drei den Friseuren. Die Auszubildenden mussten beim praktischen Sicherheitstraining ihr eigenes Fahrzeug benutzen, um sein Verhalten in schwierigen Fahrsituationen kennen und einschätzen zu lernen. „Die meisten Auszubildenden erschrecken bei der ersten Vollbremsung mit ABS und gehen von der Bremse, weil das Bremspedal stark vibriert und ungewohnte Geräusche hörbar sind“, so Studienrat Meiko Balthasar, Koordinator des Projektes am BBZ St. Ingbert, „dieses Verhalten muss abtrainiert werden.“ „Finanziert wird das Projekt über die Berufsgenossenschaften der teilnehmenden Auszubildenden“ erläutert Schulleiter Gisbert Groh. „Bereits im dritten Jahr findet das Projekt an unserer Schule statt, wobei die Erfahrungen und die Rückmeldung der Auszubildenden äußerst positiv sind. Im April und Juni werden die Kfz-Mechaniker das Training durchlaufen und danach die Auszubildenden im kaufmännischen Bereich“, so Groh weiter, „wir hoffen, dass die Berufsgenossenschaften auch zukünftig dieses Projekt finanziell tragen werden!“
Text und Fotos: Meiko Balthasar |
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