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Jeanette Drexler betreibt Stabhochsprung |
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Jeanette Drexler war 2008 auch bei den Olympischen Spielen in Peking mit dabei. In diesem Jahr nahm sie als Beobachterin und Fan der deutschen Mannschaft an den Spielen teil. Wir drücken ihr die Daumen, dass es bei den nächsten Olympischen Spielen eine Teilnahme als Wettkämpferin sein wird.
Lesen Sie ihren Bericht. Dazu hier oder Olympia-Symbol anklicken
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Jeanette Drexler- Schülerin der FOS Sozialwesen |
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Jeanette Drexler (Schülerin an der Fachoberschule für Sozialwesen am BBZ St. Ingbert) – ein kurzer Bericht über die Sportart Stabhochsprung und meine sportliche Laufbahn beim LAZ Zweibrücken
Schon als kleines Kind habe ich mein Interesse am Sport entdeckt, deshalb wurde ich im Alter von 6 Jahren Mitglied im Leichtathlethikzentrum Zweibrücken. Die ersten beiden Jahre von 1997 bis 1999 versuchte ich zunächst mein Glück im Dreikampf (Weitsprung, Sprint und Ballweitwurf), dann hatte ich jedoch die Gelegenheit am Stabhochsprungtraining teilzunehmen. Fasziniert beobachtete ich die erfahrenen Springerinnen und Springer, wie sie mit Dynamik und Schnelligkeit die Latte überquerten und sich mit dem Stab in Höhen um die 5 Meter katapultierten. Ab diesem Zeitpunkt war mein Entschluss gefasst, ich wollte genau in dieser Disziplin erfolgreich sein. Die Kombination aus Schnelligkeit, Kraft, Mut und turnerischem Können hat mich von Anfang an begeistert. Die ersten eigenen Versuche waren verständlicherweise ziemlich kläglich. Es gehört schon ein intensives Training dazu, bis man diese Sportart beherrscht. Ich persönlich trainiere 3 – 4-mal pro Woche. Zum Training gehören verschiedenste Übungen, wie z.B. Einheiten, in denen wir die Grundschnelligkeit trainieren und verbessern, dazu gehören dann Sprints über verschiedene Strecken, kombiniert mit Geschicklichkeitsübungen. Einmal die Woche steht Krafttraining auf dem Programm, das ist auch sehr wichtig, da die Muskulatur besonders am Rücken, den Beinen und den Armen stark beansprucht wird. Man muss sich nur einmal vorstellen, welche Kräfte auf den Körper einwirken, wenn man aus 14 – 16 Schritten vollem Anlauf den Stab in den Einstichkasten rammt und abspringt. Die Geschwindigkeit aus dem Sprint muss dabei voll in die Bewegung am Stab und den Aufschwung über die Latte umgesetzt werden. Am Stab muss die so genannte I – Position erreicht werden, der Kopf geht nach unten die Beine und der Körper sind lang gestreckt nach oben, dabei sollte wenn möglich kein Knick in der Hüfte entstehen. Erst über der Latte macht der Körper eine Drehung und man überquert die Latte mit den Füssen voran, dann folgt der Bauch, die Landung erfolgt dann auf dem Rücken. Vor dem Überqueren der Latte muss natürlich der Stab losgelassen werden. Diese Techniken müssen intensiv im Training geübt werden, denn selbst die Kleinste Störung im Ablauf, kann zu einem Fehlversuch führen. Der Wettkampf beginnt im Allgemeinen mit Dehnübungen und Laufübungen zum Aufwärmen der Muskulatur. Danach wird der Anlauf abgemessen und erste Sprungübungen durchgeführt. Nach dem Einspringen kann jeder seine Einstiegshöhe festlegen und dann geht es los. Die Latte ist 4,50 Meter lang und so auf zwei Ständern gelagert, dass sie bei leichter Berührung herunterfällt. Moderne Stäbe bestehen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, und haben einen Durchmesser von etwa fünf Zentimetern und sind innen hohl. Je nach Gewicht und Kraft des Springers und der Sprunghöhe variiert die Länge und Dicke des Stabes. Mit Fiberglas-Stäben erreichen die besten Springer ca. 6 Meter bei den Männern (Weltrekord: 6,14 Meter, Serhij Bubka) und ca. 4,50 Meter bei den Frauen (Weltrekord: 5,01 Meter, Jelena Issinbajewa). |
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Der Stabhochsprung ist seit 1896 olympische Disziplin für die Männer und erst seit 2000 bei den Frauen. Stabhochsprung ist auch eine Disziplin des Zehnkampfs. Grob lässt sich der Stabhochsprung in die Bewegungsphasen Anlauf - Einstich-Absprung - Eindringen - Aufrollen - Lattenüberquerung - Landung einteilen. Der Springer hält den Stab auf der dem Absprungbein entgegengesetzten Seite, also z. B. rechts, wenn er mit links abspringt. In der Startstellung greift ein Links-Springer den Stab mit der rechten Hand am oberen Ende von unten und mit der linken Hand in ca. 90 bis 120 Zentimetern Entfernung von oben; ein Rechts-Springer umgekehrt. Bei Anheben des Stabes vor dem Anlauf dreht sich die rechte Hand mit dem Handrücken nach oben, so dass Zeige- und Mittelfinger von oben auf den Stab drücken und ihn anheben können. Bei der linken Hand ruht der Stab auf dem Daumen, die anderen Finger greifen ihn von oben (Rechtsspringer: umgekehrt). Der Springer startet den Anlauf mit dem Ende neben dem Körper in Hüfthöhe, der Stab steht nahezu senkrecht. Der Anlauf ist ein bis zu 45 Meter bzw. 20 Schritte langer Steigerungslauf, bei dem Geschwindigkeiten bis zu 9,5 m/s (Männer) bzw. 8,3 m/s (Frauen) auf den letzten fünf Metern erreicht werden. Während des Anlaufs wird der Stab kontinuierlich gesenkt, so dass er auf den letzten drei bis fünf Schritten eine waagrechte Position erreicht; der Körper richtet sich in eine senkrechte Position auf. Der folgende Einstich-Absprung-Komplex ist das zentrale Element des Stabhochsprungs. Während der letzten drei Schritte beschleunigt der Springer sein Stabende nach oben, verbunden mit Drehbewegungen der Hände, über den Kopf, bis der hintere Arm gestreckt ist; die Stabspitze "fällt" dabei in den Einstichkasten. Bevor der Stab die rückwärtige Wand des Einstichkastens berührt, erfolgt der vorwärts-aufwärts gerichtete Absprung in Form einer schnellen Ganzkörperstreckung, wobei der Absprungpunkt genau unter der oberen Griffhand sein muss. Hier gibt es zwei verschiedene Techniken. Einerseits kann der Springer "Vorspringen", das heißt er führt den vollen Absprung ohne Kontakt zu haben mit der Rückwand des Kastens, oder er springt, wie schon Beschrieben, im gleichen Moment ab, in welchem der Stab die Rückwand des Kastens berührt. Durch die geschickte Ausnutzung von Anlauf- und Absprungenergie biegt sich der Stab von ganz allein, wobei kinetische Energie auf den Stab übertragen wird. Der Springer dringt in den Stab ein, d. h. er speichert Energie im sich biegenden Stab. Bevor sich der Stab wieder streckt, also seine Energie wieder an den Springer zurückgibt, muss der Körper in eine gestreckte Kopfunten-Position gebracht werden. Dieses Aufrollen wird durch ein möglichst kraftvolles und schnelles Schließen des Arm-Rumpf-Winkels erzeugt, bei dem der Körper in eine I-Stellung kommt. Der Springer hält sich am Stab mit gestrecktem rechten und angezogenem linken Arm (Linkspringer: umgekehrt). Während der Stabstreckung bleibt der Körperschwerpunkt möglichst nahe an der Streckachse des Stabes, so dass der Springer fast senkrecht in die Höhe katapultiert wird. Am Ende dieser Bewegung beginnt der Springer mit dem Drehumstütz, d. h. er dreht sich um seine Körperlängsachse mit der Brust zur Latte, um diese sicher überqueren zu können und stößt sich vom Stab ab. Die Latte wird bei richtiger Vorbereitung fliegend im Bogen überquert, die Landung erfolgt bei einem gelungenen Sprung auf dem Rücken. Die Stäbe unterscheiden sich nach der Länge und der Elastizität, die auf ein bestimmtes Körpergewicht bezogen ist. Welchen Stab ein Springer verwendet, ermittelt er durch Probieren. Dabei muss er vermeiden, dass sich der Stab zu stark biegt und bricht. Erfahrene Springer wechseln von weichen zu harten Stäben (auch innerhalb eines Wettkampfs). Die Anfangshöhe und die Steigerungen (mindestens 5 cm) beim Stabhochsprung werden vor dem Wettkampf bekannt gegeben und jeder Athlet muss seine Einstiegshöhe nennen. Außerdem kann der Athlet beim Stabhochsprung bestimmen, welchen Abstand die Ständer, auf denen die Latte liegt, haben sollen. Gemessen wird hierbei von der Nulllinie, die durch die Stoppwand des Einstichkastens markiert wird maximal 80 cm in Richtung Matte. Dieser Abstand kann vom Wettkämpfer bei jedem Versuch geändert werden. Jedem Athleten stehen drei Versuche pro Durchgang – sprich Höhe – zu. Er muss die drei Versuche allerdings nicht über diese Höhe ausführen, sondern kann z.B. nach zwei Fehlversuchen auf den dritten Versuch verzichten, was bedeutet, dass er diesen dritten Versuch bei der nächsten Höhe ausführen muss. Über diese Höhe hätte er in diesem speziellen Fall nur einen einzigen Versuch. Nach drei aufeinander folgenden Fehlversuchen – ohne Rücksicht auf die Sprunghöhe – hat er kein Recht mehr auf weitere Sprünge. Verzichtet ein Athlet auf eine Höhe, so darf er sich erst wieder bei der nächsten Höhe versuchen. Ist nur noch ein Athlet im Wettkampf und hat er diesen gewonnen, so kann er die weiteren Höhensteigerungen selbst bestimmen. Alle Sprunghöhen werden in ganzen Zentimetern gemessen, wobei die Oberkante der Latte maßgeblich ist. Da die Latte leicht durchhängt (erlaubt sind maximal 3 cm), wird in der Lattenmitte genau senkrecht zum Boden gemessen. Für das Messen müssen die Ständer auf die Nulllinie geschoben werden – nur so ist eine senkrechte und damit regelgerechte Messung möglich.
Folgende Tatbestände werden als Fehlversuch (die Entscheidung darüber trifft der Obmann Stabhochsprung) gewertet:
- der Athlet berührt die Latte während des Sprungs so, dass sie nicht auf den Auflegern liegen bleibt (wird die Latte durch einen Windstoß von den Aufliegern geweht, ist dies kein Fehlversuch – bleibt sie nach einer Berührung liegen, ist dies kein Fehlversuch)
- der Athlet berührt die Matte oder den Boden hinter der Nulllinie mit dem Stab oder irgendeinem Teil seines Körpers bevor er die Latte überquert hat
- nach dem Absprung darf der Athlet nicht mit der unteren Hand über die obere greifen oder mit der oberen noch höher greifen – er darf also quasi nicht am Stab "hochklettern"
- nach dem Überqueren der Latte darf der Athlet die vibrierende oder herunterfallende Latte nicht mit den Händen stabilisieren oder sie gar auf die Aufleger zurücklegen
- wenn der Sprungstab von irgendjemandem – Athlet oder Kampfrichter – berührt wird, bevor er von den Ständern und der Latte wegfällt und der Schiedsrichter ist der Meinung, dass dieser Eingriff ein Fallen der Latte verhindert hat, muss der Versuch ebenfalls ungültig gegeben werden.
- die Versuchszeit darf nicht überschritten werden. Bei mehr als drei Wettkämpfern beträgt sie eine Minute, bei zwei oder drei Athleten zwei Minuten – und ist nur noch einer im Wettbewerb, darf er sich maximal fünf Minuten Zeit für seinen Versuch lassen. Bei aufeinander folgenden Bei aufeinander folgenden Versuchen darf sich der Athlet drei Minuten Zeit lassen.
Sportliche Erfolge:
2003 Dritter Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,10 m) 2004 Erster Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,33 m) 2005 Erster Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,80 m) 2006 Dritter Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,70 m) Dritter Platz bei Rheinland - Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,80 m) Zweiter Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,70 m) 2007 Erster Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 2,90 m) Zweiter Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 3,00 m) 2008 Zweiter Platz bei Pfalzmeisterschaften (Höhe 3,00 m) neue persönliche Bestleistung bei süddeutschen Meisterschaften in Chemnitz (Höhe 3,10 m)
2005 und 2007 Verleihung der Sportlerehrenmedaille der Stadt Zweibrücken |
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