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Musik ist meine größte Leidenschaft

Des Teufels Musik und Ich

Hallo, mein Name ist Mathias Klahm, ich bin 20 Jahre alt und besuche zurzeit die Klasse 12C der Fachoberschule im Bereich Wirtschaft. Manche kennen mich vielleicht schon von der Schulband, bei der ich nun seit einigen Jahren als Gitarrist tätig bin. Zu sehen und zu hören sind wir jedes Jahr auf der Abschlussfeier in der St. Ingberter Stadthalle. Mit im Gepäck sind dann meistens bekannte Songs aus dem Rock und Pop Bereich, je nachdem was die momentane Besetzung hergibt. Die ist nämlich von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Geprobt wird ein Mal in der Woche im Musiksaal der Schmelzerwald Realschule. Das Ganze steht übrigens unter der Leitung von Herrn Matt und Herrn Berndt.



Wer gerne mehr über unsere „fröhliche Gesellschaft der Schulmusiker“ wissen möchte oder gar mitspielen möchte, wendet sich also am besten an mich oder an einen der beiden Herren.

Schon als Kind hatte ich eine enge Bindung zur Musik, denn schließlich stamme ich aus einer Musikerfamilie. Mein Vater, der ebenfalls Gitarre spielt, war sozusagen der Ausgangspunkt meiner Leidenschaft. Auch mein Bruder, der 7 Jahre älter ist als ich, hat durch meinen Vater das Gitarrenspiel erlernt. Etwa im Alter von 9 Jahren habe dann auch ich das Instrument für mich entdeckt, verlor jedoch schnell das Interesse. Erst wieder mit 16 Jahren habe ich zur Gitarre gegriffen und angefangen intensiv zu üben. Nun gab es auch reichlich Motivation, denn dies war auch etwa die Zeit, in der ich anfing Heavy Metal und Rock Musik zu hören.

Es ist für einen Musiker wichtig, Vorbilder zu haben, an denen man sich musikalisch orientieren kann. Einige meiner größten Idole sind Zakk Wylde, Gitarrist von Ozzy Osbourne, Richard Z. Kruspe, Gitarrist bei Rammstein, und Rob Zombie. Also, wer den nicht kennt, hat ein Stück Kultur verpasst!

„Was bedeutet es Musiker zu sein und ab wann ist man berechtigt sich als Künstler zu fühlen?“ Diese Frage habe ich mir in der vergangenen Zeit oft gestellt. Nun, vielleicht ist die Antwort darauf nur eine Ansichtssache. Doch ich glaube, dass ein guter Musiker in der Lage ist, seine Seele durch sein Schaffen sprechen zu lassen. Meine Deutschlehrerin, Frau Stahlmann, hat in ihrem Bericht über meine erste, offizielle Komposition (welche man sich hier auf der Internetseite auch anhören kann) treffend geschrieben, dass die Musik eine „andere, eindringlichere Sprache“ ist. Sie ist die Sprache der Seele. Was dabei zählt, ist, dass man Musik nicht nur hört, sondern auch spürt. Ein Musiker, der dies vollbringt, ist schlicht ein Genie.

Nicht, dass Sie denken, mein Leben bestehe nur aus der Musik. So sei auch erwähnt, dass ich wirklich sehr, sehr gerne Horror Filme schaue. „Halloween“, „Friday the 13th“, „Hellraiser“, „Ju-On – The Grudge“ oder auch „Texas Chainsaw Massacre“ seien nur einige Beispiele. Daneben spielt für mich auch die Literatur eine wichtige Rolle. Meine Buchempfehlungen: „Weiße Nächte“ von Dostojewski, „Wächter der Nacht“ von Sergej Lukianenko oder auch fast jedes Buch von Stephen King. Natürlich finde ich auch durch diese Hobbies wiederum Inspiration für meine Musik.

Vielen Dank für Ihr Interesse.

M. K. 04/2008

Lektüre mit Leidenschaft

Für die Fachoberschule Wirtschaft stand als Pflichtlektüre im Prüfungsjahr 2007/2008 der Debüt-Roman „Schlafes Bruder" von Robert Schneider auf dem Programm.
Ein Musikgenie erhält keine Chance, sein Talent zu leben. Der Musiker Elias erfährt Erniedrigung und Leid. Trost spendet ihm die Kirchenorgel, die für ihn eine Seele besitzt und die er ohne Anleitung spielen lernt. Er kommuniziert mit ihr über die Musik und kann so teilweise sein elendes Leben verarbeiten.
Elias hadert mit Gott, denn ihm war nicht nur der Erfolg in der Musik versagt, sondern auch die Erfüllung seiner Liebe zu Elsbeth. „Die letzte Botschaft seines elenden Lebens" vernahmen nur die Waldtiere.


Das Schicksal „des Musikers Johannes Elias Alder, der zweiundzwanzigjährig sein Leben zu Tode brachte," hat nicht nur die Herzen der Sensiblen unter den Schülern gerührt, vor allem sprach es die Musiker unter ihnen an.
So war auch Mathias Klahm aus der Klasse W-F12c am BBZ St. Ingbert betroffen von der Ausweglosigkeit und Hoffnungslosigkeit im Leben dieses Genies. Ihn hat insbesondere das Kapitel „Gott fürchtet den Elias", in dem dieser mit Gott hadert, beeindruckt, denn seine Leidenschaft gilt ebenso der Musik. Mathias Klahm sah es als Herausforderung an, diesem Kapitel musikalischen Ausdruck zu verleihen, wie es der Elias an seiner Orgel auch getan hätte. Denn Musik hat eine andere, eindringlichere Sprache, wenn es um das Schicksal eines Musikers geht. Die etwas mehr als siebenminütige Komposition enthält eine Mischung aus düsteren Rockpassagen und dramatischen Melodien, passend eben zum besagten Kapitel.
Mathias Klahm startete hiermit seinen ersten Versuch als Komponist und sieht ihn als Tribut an Robert Schneider für dessen großartiges Werk. Die CD trägt den Namen „Gloria in excelsis Deo" und besteht aus sieben Sequenzen. Das Cover ist eindrucksvoll gestaltet mit einem gelben Auge. Auch Elias hatte gelbe Augen, weshalb er verspottet wurde, denn wer erkennt schon im Andersartigen das Geniale!
Herzlichen Glückwunsch, Mathias

(Irene Stahlmann)

Hier können Sie sich die Komposition von Mathias Klahm herunterladen und anhören.




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