Er ist regelmäßiger Gast an der Willi–Graf–Schule, und er kommt gerne ins Berufsbildungszentrum St. Ingbert, der Bundestagsabgeordnete Albrecht Feibel (CDU). In den 100 Fachoberschülern der Bereiche Wirtschaft, Soziales und Technik findet der Abgeordnete auch dieses Jahr aufmerksame Zuhörer. Das Thema „Gesellschaftliche Auswirkungen des demografischen Wandels“ verspricht Spannung und Herr Feibel gestaltet seinen Vortrag schülergerecht mit einer Beamer–Präsentation. Gleich zu Beginn seines Vortrages stellt er die provokante Frage “Sterben die Deutschen aus?“ In diesem Zusammenhang weist er anhand zahlreicher Fakten auf die zunehmende Veralterung der Gesellschaft hin, welche viele Probleme verursacht, wie z. B. fehlendes Wirtschaftswachstum und damit einhergehend der mögliche Zusammenbruch der vorhandenen Sozialsysteme, die auf den Generationsverträgen aufgebaut sind. So müsse der Bund durchschnittlich von 200 Mrd. € Steuereinnahmen etwa 80 Mrd. € an die Rentenkasse überweisen. Die Binnenkonjunktur in Deutschland werde auch dadurch blockiert, dass ältere Menschen weniger konsumieren und weniger investieren als junge Leute. Dies bewirke, dass kaum zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen würden. Es werde deshalb der Bundesregierung, so Feibel, kaum gelingen, die fünf Millionen Arbeitslosen spürbar zurückzuführen. Nach Auffassung des CDU–Abgeordneten müsse der dramatische Geburtenrückgang dringend gestoppt werden. Er sehe die Lösung dieses Problems nur darin, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden. Dazu müsse Deutschland wieder kinderfreundlicher werden, ein Problem, das sich nicht nur mit Geld, sondern noch mehr mit einer positiven Einstellung zur Mehrkinderfamilie lösen lasse. Feibel: „Die Familie mit mehreren Kindern, die das gesellschaftliche Problem lösen könne, braucht eine hohe Anerkennung in unserer Gesellschaft. Auch im internationalen und besonders im globalen Wettbewerb werde Deutschland nur dann eine gute Zukunft haben, wenn die jungen Deutschen umdenken. In wenigen Jahrzehnten werde Deutschland außerdem im Wettbewerb mit Völkern stehen, bei denen heute 50% der Menschen jünger als 25 Jahre sind. Als eine alternde oder aussterbende Gesellschaft werden die Deutschen einen solchen globalen Wettbewerb nicht bestehen.Natürlich müsse die Politik auch entsprechende Akzente setzen und sich auf diese neuen Aufgaben konzentrieren. Alle bisherigen Bemühungen gingen an dem Hauptproblem vorbei, sagte Feibel. Im Anschluss an die jeweiligen Vorträge nutzten viele Schüler und Schülerinnen die Möglichkeiten der Diskussion mit dem Abgeordneten des Deutschen Bundestages.
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