Von Sportaktivitäten, Hausdrachen und einem grandiosen Abschied - Abschlussfahrt der Gym12 und der Handelsschule
Nach langem Warten war es endlich soweit. Die 12er Klassen des Beruflichen Gymnasiums sowie der Abschlussjahrgang der Handelsschulklasse 05-W-H-11a fuhren vom 28.05. bis zum 01.06.07 auf Abschlussfahrt in die Ardèche/ Südfrankreich. Begleitpersonen waren „Kampfkugelrutschgurt“ Herr Opp, Frau Gebhard, Frau Bauer und nicht zu vergessen Papst Timo Reichert.
Start war 6 Uhr Dienstagmorgen am BBZ St. Ingbert, Regen - Ankunft später Nachmittag Südfrankreich, Sonnenschein, besser konnte es eigentlich nicht beginnen, wäre da nicht das Problem mit den Häusern gewesen. Denn wie es kommen musste, waren die noch nicht bezugsbereit. Also blieb uns nichts anderes übrig als auf den Koffern sitzen zu bleiben, oder wie es auch einige andere machten, mal eine kurze Abkühlung im Schwimmingpool zu nehmen. Frau Gebhard nutze die Zeit um die geplanten Aktivitäten zu organisieren: zur Verfügung standen u.a. eine Kanutour, Canyoning und für die weniger an Extremsport Interessierten eine Wandertour am Fluss entlang sowie eine Höhlenbesichtigung.
Als wir dann endlich die Häuser bezogen hatten, überkam uns ein Anflug von Partystimmung, bis uns der „Directeur du sport“ störte. König Neupert wurde mit einer Klobürste beworfen, und wir bis auf das Übelste beschimpft ( auf Französich, d.h. verstanden haben wir bis auf bête = dumm, nichts). Nun ja, beeinflussen ließen wir uns soweit nicht und gingen zufrieden spät in der Nacht in unsere Betten.
Am nächsten Morgen fuhren einige von uns mit dem Bus zum nächsten Supermarkt, um Verpflegung für die nächsten zwei Tage zu besorgen, die Restlichen entspannten sich bei geschätzten 25° am Swimmingpool. Um 13.30 Uhr war dann Abfahrt zur Kanutour, die ein unvergessliches Erlebnis darstellte, vor allem Susi’s ( ich denke, sie ist ziemlich bekannt) Auftritt mit dem „Moniteur“ Pierre, aber fangen wir von Vorne an. Zunächst wurden wir mit Schwimmwesten, Paddeln und einem Kanu ausgestattet. Pierre und sein Partner versuchten uns dann so gut wie es ging die „wichtigsten“ Regeln des Kanusports beizubringen, die nachher, wie auch nicht anders erwartet, von fast keinem eingehalten wurden. Also setzten wir uns in unsere Boote und „steuerten“ den Fluss entlang, wobei die Bäume am Rand, sowie die Steine im Wasser eine ernsthafte Gefahr darstellten. Die schwierigsten Passagen wurden doch noch mit Bravur gemeistert. Ausrutscher waren Heike Lentes und Jasmina Hussong, die ihr Kanu nicht mehr steuern konnten und über „Bord“ gingen. Passiert ist den beiden natürlich nichts. Als wir dann eine kurze Rast machten, hatten wir die einzigartige Gelegenheit von 8 m und 13 m hohen Klippen zu springen. Als wir dann hoch oben standen ( die Schwierigkeit lag auch darin, überhaupt hoch zu kommen ) war es doch ziemlich hoch. Auch Herr Opp und Herr Reichert trauten sich, dass nennt man Vorbildsfunktion. Schnell ging es weiter, bis zur nächsten Stromschnelle an der Susi wahrscheinlich das Highlight ihres Lebens hatte. Pierre sprang von seinem Kanu auf Susi’s Kanu, brachte dieses zum Kentern und sprang wieder auf seins zurück. So schnell kann man verliebt sein .
Das war auch das Ende der Kanutour. Wir schleppten erschöpft die Boote aus dem Wasser und machten uns auf den Heimweg. Auch wie schon am Abend zuvor, wurde in den Häusern lecker gekocht und sich schon auf die Party, die dann folgte vorbereitet. Gemütlich hockten alle zusammen in ihren Häusern und waren guter Stimmung, bis Herr Opp kam und meinte das der „Directeur du sport“ mal wieder schlechter Laune sei. Nur dieses Mal wurden nicht wir beschimpft, sondern die Lehrer. Doch der Hausdrachen (Spitzname) rechnete nicht mit der Unterstützung, die wir von unseren Lehrern erhielten, denn Kampfküglein Opp war mittlerweile schon ziemlich wütend geworden. Ausgang der ganzen Sache war dann, dass wir an unserem Abfahrtstag noch gründlicher putzen mussten.
Donnerstags , noch erschöpft vom Abend zuvor, machten sich einige von uns inklusive von Herrn Reichert und Herrn Opp um 9 Uhr auf zur Canyoningtour. Manche schliefen aus und räumten die Häuser auf, andere besichtigten mit den zwei weiblichen Begleiterinnen die Tropfsteinhöhle. Nachmittags fuhren wir noch einmal zum Supermarkt und in die nächstgelegene Stadt, um die letzten Besorgnisse für die Rückfahrt am nächsten Morgen zu machen. Währendessen wurde geklärt, wie unser Abschlussabend verlaufen sollte. Dank unserem grandiosen, besten Busfahrer Machmut, feierten wir im Bus. Hier noch mal ein herzliches Dankeschön, Machmut, du bist der beste Busfahrer. Timo Reichert, als Papst verkleidet, hielt eine Abschlussrede und wir stimmten bei jedem Paukenschlag mit ein. Natürlich auch die übrigen Lehrer. Corinna und Daniel wurden vermählt und einige erhielten noch ihren neuen Spitznamen. Ein guter Start für einen letzten tollen Abend in Südfrankreich, bevor es am nächsten Tag um 8 Uhr losging. Die Häuser waren alle gesäubert (zur Enttäuschung des Hausdrachens) und Machmut startete die Heimreise.
Danke sagen wir unseren vier Lehrern Herrn Opp, Frau Gebhard, Frau Bauer und Herrn Reichert, die hoffentlich eine genauso schöne Fahrt wie wir hatten und traurig sind, dass die vier Tage so schnell vorbei gegangen sind!
(Stefanie Wilhelm)
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