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Das Kultusministerium schrieb im zweiten Schulhalbjahr für die Handelsschulen einen Wettbewerb aus, wonach das neue Lernfeld „Produktives Schreiben“, künftig eines der Schwerpunktfelder der schriftlichen Kommunikation, erprobt werden sollte. Dem besten Schüler bzw. der besten Schülerin winkte eine Auszeichnung seitens des Kultusministeriums. Den Schülern der Handelsschule an der Willi-Graf-Schule bot dieser Wettbewerb eine Abwechslung im Schulalltag. Hieß es sonst im Deutschunterricht: „Sachlich bleiben, sachlich argumentieren, das Persönliche außen vorlassen!“, hatte nun die Fantasie die Oberhand. „Super!“, hörte man von allen Seiten. „Endlich kann ich mal zeigen, was ich so draufhabe.“ Damit auch sichergestellt war, dass niemand von irgendwelchen Autoren abschrieb oder dass sich keiner etwas aus dem Internet herunterladen konnte, wurde der Wettbewerb für das kreative Schreiben in der Schule durchgeführt. Für diese relativ kurze Zeit hatte die Schülerin Jessica Sand aus der Handelsschulklasse H10c ein beachtliches Ergebnis erzielt. Folgendes Thema lag den Arbeiten zugrunde: „Schreibe eine Kriminalgeschichte, auch Thriller genannt, begebe dich auf die Spuren von A. Christie oder A. C. Doyle!“ Jessica schreibt von Sascha, dem Marktleiter eines Supermarktes, der aus der Kasse größere Beträge stiehlt, um Wetten abzuschließen. Dies schiebt er Sandra, der Auszubildenden, in die Schuhe und will sie entlassen. Er hat aber nicht mit Kai gerechnet, der im Supermarkt jobbt und die üblen Machenschaften des Marktleiters mittels einer Digitalkamera aufdeckt. Jessica Sand freut sich über ihre Urkunde, die ihr der Schulleiter des BBZ, Gisbert Groh, im Namen des Kultusministeriums überreichte. |
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