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Afrika im BBZ St. Ingbert

Der Abteilungsleiter der beruflichen Schulen im Bildungsministerium, Peter Pohl (erster von rechts), im Gespräch mit Schülerinnen des BBZ über das Thema Afrika. Die Schülerinnen der Friseurklasse hatten afrikanische Frisuren gemacht.

Afrika im BBZ St. Ingbert

Saarlandweit fand an den saarländischen Berufschulen der Europa-Afrika-Tag statt. Knapp drei Wochen vor der Fußballweltmeisterschaft in Südafrika wollte man das Interesse nutzen, um über Kultur, politische Situation und Religionen auf dem südlichen Nachbarkontinent zu informieren. Das Berufsbildungszentrum St. Ingbert war eins von dreiundzwanzig Schulen, die an diesem Projekt beteiligten. Und weil es eine saarlandweite Veranstaltung war, hatten sich mehrere Vertreter des Kultusministeriums angesagt, die sich vor Ort informierten, was an diesem Tag stattfand und wie es von den Schülerinnen und Schülern angenommen wurde. Schließlich hatte der erfolgreiche Verlauf des Europatags 2009, so wie er am BBZ gestaltet worden war, Beachtung in Saarbrücken gefunden.

An drei Stationen hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, sich mit Afrika und der Fußball-WM auseinander zu setzen. „Das mit der Torwand ist eine schöne Idee. So kenne ich den Saal gar nicht, sonst schreiben wir hier nur Klassenarbeiten“, war der Kommentar von Mohacsi Stephan, der im nächsten Jahr seine Gesellenprüfung zum KFZ-Mechatroniker ablegen wird. Im zweiten Saal war ein kleines Frühstück vorbereitet. Frisch gekochter Hirsebrei und frisches, fair gehandeltes Obst brachten zusammen mit einem Diavortrag von Timo Reichert, Lehrer am BBZ St. Ingbert, über seine Reise durch Namibia, einen Hauch von Afrika in die Schule. „Lernen mit Kopf, Herz und Fuß“ zu ermöglichen, hatten sich die Lehrerinnen und Lehrer für diesen Tag vorgenommen. Der Weg zum Herzen führte diesmal über den Magen, und der Weg zum Kopf führte über ein Quizspiel, das extra für diesen Tag entwickelt und hergestellt wurde. Knifflige Aufgaben zu Erdkunde und anderen Fragen mussten mit Hilfe der bereitgestellten Informationen gelöst werden.“ „Tatsächlich, Lernen mit Bewegung, Informationen suchen, Fragen selbstständig lösen, das motiviert die Schüler. Wir lernen im Seminar für Lehrerausbildung neue Unterrichtsformen kennen, hier kann man sehen, dass es funktioniert und gut ankommt“, stellte der Florian Stark fest, der sich als Referendar am BBZ auf seine neue Rolle als Lehrer vorbereitet. Schulleiter Gisbert Groh begrüßte die Gäste aus dem Ministerium und zeigte ihnen nicht ohne Stolz die Leistungen seiner Schule. Peter Pohl, Abteilungsleiter für die beruflichen Schulen, und seine Begleiter zeigten sich beeindruckt von dem Ablauf. „Es ist auch Ziel solcher Aktionen, den Alltag aufzubrechen, die Routine zu verlassen, etwas Neues auszuprobieren. Zu sehen, wie hier am BBZ St. Ingbert fächerübergreifend und im Team neue Unterrichtsformen erprobt werden, zeigt dass wir mit der beruflichen Bildung auf einem guten Weg sind“, umschrieb Peter Pohl seinen Eindruck. Wesentlich zum Erfolg hatten die künftigen Friseurinnen beigetragen. Ihr Angebot, an diesem Tag in einem öffentlichen Unterricht afrikanische Frisuren anzufertigen, wurde nicht nur von mutigen jungen Frauen, sondern auch von einem tapferen jungen Mann angenommen und fand bei den Zuschauern reges Interesse.

(Joachim Frenzel-Paal)


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