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BBZ kooperiert mit sechs sozialen Einrichtungen

Unter den kritischen Augen von Landrat Clemens Lindemann unterzeichnen die Geschäftsführer von fünf sozialen Einrichtungen den Kooperationsvertrag mit dem BBZ St. Ingbert.

BBZ kooperiert mit sechs sozialen Einrichtungen

Einen Kooperationsvertrag haben Träger und Leiter verschiedener sozialer Einrichtungen im Saar-Pfalz-Kreis und die Schulleitung des Berufsbildungszentrums St. Ingbert geschlossen, um die schon bestehende sehr gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft in diesem Bereich noch zu verbessern. "Das Berufsbild der staatlich geprüften Fachkraft für Haushaltsführung und ambulante Betreuung (HAB) orientiert sich an den aktuellen Erfordernissen und durch die frühzeitige Einbindung der Praxis wird effektiv und zielgerichtet für den Arbeitsmarkt der Zukunft ausbildet," erläuterte Schulleiter Gisbert Groh den Hintergrund des Vertrages. "Heute erwerben unsere Schülerinnen und Schüler ihre praktischen Kenntnisse in zahlreichen Einrichtungen, denen wir dafür zu Dank verpflichtet sind." In der Tat wollen diese Einrichtungen nicht nur Praktikumsplätze zur Verfügung stellen, sondern sich in Zukunft noch stärker in der Ausbildung einbringen, sei es durch Referenten aus der Praxis oder durch praxisnahe Unterweisungen. "Die HAB Ausbildung bildet eine gute Grundlage, um danach direkt in den Beruf einzusteigen. Damit haben sie einen wertvollen Abschluss und eine gute Ausgangsbasis für einen weiteren beruflichen Aufstieg. Eine Absolventin aus dem letzten Jahr geht in unserer Einrichtung diesen Weg und macht jetzt die Ausbildung zur Altenpflegerin. Sie wird dann beste Chancen im Berufsleben haben," beschrieb Erika Zapp von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) ihre Erfahrung mit der HAB-Ausbildung. "Nach der Ausbildung finden viele eine Anstellung in der ambulanten Betreuung, ein Bereich, der in den nächsten Jahren noch wachsen wird. An sich ist dies auch ein ideales Betätigungsfeld für Berufsrückkehrerinnen und die Berufsbildenden Schulen sollten sich Gedanken machen, wie sie für diese Gruppe eine Weiterqualifizierung anbieten können," umschrieb Roland Engel vom Deutschen Roten Kreuz seine Zielvorstellung für eine Ausweitung der Zusammenarbeit im Rahmen des Kooperationsvertrages. "Ein Vorurteil ist, dass junge Menschen in der Betreuung alter Menschen weniger akzeptiert werden. Durch die Praktika haben Arbeitgeber die Chance, frühzeitig darauf einzuwirken, dass die betreffende Person den späteren Anforderungen im Beruf genügen kann," kommentierte Joachim Sünnen vom Altenzentrum St. Barbara St. Ingbert die Möglichkeiten, die sich durch die Kooperation ergeben. Frank Banowitz und Wolfgang Steil vom Kreiskrankenhaus St. Ingbert verwiesen auf das Engagement insbesondere von kommunalen Einrichtungen bei der Berufsausbildung junger Menschen; ein Gesichtspunkt, der oft nicht berücksichtigt werde, wenn es um die Erhaltung von Einrichtungen in öffentlicher Hand gehe: "Ausbildung ist uns eine Herzensangelegenheit, dabei arbeiten wir eng mit Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zusammen. Das ist unser Beitrag zur Nachhaltigkeit", so Sünnen in seinem Kommentar. Landrat Clemens Lindemann drückte seine Freude aus, dass das BBZ St. Ingbert mit diesem Vertrag die Ausbildung noch praxisorientierter und lebensnäher machen wolle. "Ich begrüße es ausdrücklich, wenn sich Schulen nach außen öffnen. Es muss das Ziel aller sein, jungen Menschen eine Chance auf Beschäftigung zu verschaffen und ich danke allen, die daran mitarbeiten," so sei die hier beschlossene Vereinbarung zur Kooperation ein Beitrag, um dieses Ziel zu erreichen. "Für junge Leute ist die HAB-Ausbildung ein interessanter Einstieg in den Beruf. Wir freuen uns, an diesem Projekt weiter mitzuarbeiten," bekräftigt Jutta Asal von Wuthenau vom Caritas Altenzentrum in Blieskastel.

(Joachim Frenzel-Paal)


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