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Gründercup-Planspiel „Easy Management“ mit Gym12


Vom 08. Juli bis 09. Juli 2009 absolvierten zwei Schülerinnen und elf Schüler der 12. Klasse der Gymnasialen Oberstufe (Kurs 08-Gym12a) das Gründercup-Planspiel Easy Management. Das Planspiel wurde betreut von drei Coachs der Kontaktstelle für Wissens- und Technologietransfer der Universität des Saarlandes. Verantwortlicher Projektbetreuer der Universität war Gisbert Dill.

Die Planspielteilnehmer wurden in fünf Teams aufgeteilt, die jeweils gemeinsam und eigenverantwortlich ein Unternehmen der Outdoor-Branche leiteten. Dies waren: Fantastic Outdoor, Easy-Camping, HEK-Outdoor-Company, MYKamp und Outdoor-Star. Alle Teams hatten die Aufgabe ihr Kernprodukt „Zelt“ gemäß den Überlegungen des Marketing-Mix und der sich von Spielstufe zu Spielstufe ändernden Kennzahlen gewinnbringend zu verkaufen. Zwischen jeder Spielstufe gab es eine Teamsitzung, in der die vergangenen Ergebnisse (z. B. Umsatz- und Gewinnentwicklung) und Erfahrungen sowie die zukünftigen Entscheidungen diskutiert wurden. Am Ende einer jeden Spielstufe mussten die Teams ihre neuen Zahlen, z. b. hinsichtlich Produktion, Werbekosten, Beschäftigungszahl, … bekannt geben, damit eine neue gesamtwirtschaftliche und betriebsspezifische Situation durch die Coachs zusammengestellt werden konnten. Zudem mussten die Kursteilnehmer eine Präsentation ihres Unternehmens erstellen, um im Rahmen eines real gehaltenen Vortrags in Anwesenheit des Schulleiters bei einer fiktiven Bank einen Kredit genehmigt zu bekommen.

Das Planspiel gilt als aktive und realitätsnahe Methode nach dem „Learning-by-doing-Prinzip“. Das Planspiel ist von der emotionalen Wahrnehmung intensiv, weil die Beteiligten als Team und in Eigenverantwortung Entscheidungen treffen und tragen müssen. Sein Nutzen liegt in der praxisorientierten Vorbereitung auf die reale Geschäftswirklichkeit. Die komplette Wirklichkeit vermag das Planspiel jedoch nicht aufzuzeigen. Die gedachte betriebswirtschaftliche Situation auf eine Lösung hin durchspielen, ermöglicht aktiven, handlungsorientierten und vor allem nachhaltigen Unterricht. Die Schülerinnen und Schüler können risikofrei mit beliebig vielen Entscheidungsstrategien experimentieren, um ein betriebswirtschaftlich sinnvolles Ergebnis herbeizuführen. Dabei müssen und werden sie auch die Folgen von Fehlentscheidungen kennen lernen und verkraften. Zudem werden sie in den Teamsitzungen hinsichtlich ihrer Kommunikations-, Dialog- und Argumentationsfähigkeit geschult. Wirklichen Gefahren sind die Spielenden aber nicht ausgesetzt. Hier liegt pädagogisch der Vorteil in der Abstraktion. Die Simulation reißt die Wirklichkeit nicht auseinander, sondern versucht sie in ihren Wechselwirkungen vernetzt zu erfassen. Dadurch wird das vernetzte Denken geschult und der Ganzheitlichkeit von Lernsituationen Rechnung getragen. Zudem fördert gerade diese Ganzheitlichkeit, dass die Schülerinnen und Schüler ihre eigene Intuition ins Spiel mit einbringen und/ oder neu gewonnene Erfahrungen in den weiteren Spielstufen anwenden.

Nach sechs Spielstufen stand das Gewinnerteam fest. Das Unternehmen Fantastic Outdoor um Carsten Tussing und Christoph Sommer erzielte zusammenfassend den größten Gewinn in Höhe von 609.400,00 €. Es gilt aber auch festzuhalten, dass alle Teams mit Gewinn abschlossen.

Weitere Fotos in der Fotogalerie

(Hans-Jörg Opp)


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