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Eine Abiturfeier ganz besonderer Art machten sich, ihren Eltern und ihren Lehrern die Abiturienten der Willi Graf Schule (BBZ) St. Ingbert am vergangenen Samstag zum Geschenk. Ein Fernsehabend war schon mit den originellen Eintrittskarten angekündigt. Und ein unvergesslicher Abend ist daraus geworden. Wie jeder gute Fernsehabend begann er um 8 Uhr mit den Nachrichten auf abi-tv, glänzend moderiert von Philip Schwender und Dominik Schmoll. Und was die öffentlich-rechtlichen Sender aus staatspolitischen Erwägungen verschwiegen, abi-tv brachte es ans Licht, so z.B. der wahrhafte Grund für das Erdbeben in Italien, das durch den unvorsichtigen Sprung eines Lehrers des BBZ ausgelöst worden war. Aber auch Beruhigendes war zu sehen, so das Bild eines großen Steuermannes auf hoher See, mit dessen Hilfe das Segelschiff sicher auf einer Sandbank im Eiselmeer zu stehen kam.
Wie in jedem Privatsender waren auch die Sendungen von abi-tv durch Werbeblöcke unterbrochen, die Lust machten auf die Schule, die die 42 Abiturienten mit diesem Abend letztendlich verließen. Der Spot über die "bbz Versicherungen" als eine starke Gemeinschaft, könnte geradezu als Werbefilm für die Schule angesehen werden, zeigte er doch in eindrucksvollen Bildern die Gruppendynamik einer typischen Oberstufenklasse und das kompetente Verhalten der Pädagogin beim Umgang mit Störungen in der Klasse bis hin zur absolut überzeugenden Solidarität eines gut aufeinander eingespielten Teams in einer Stresssituation. Der Spot soll in Kürze auf youtube zu sehen sein, so dass sich jedermann von der positiven und motivierenden Atmosphäre der Schule, von der dieser Spot zeugt, beeindrucken lassen kann.
Und wie bei den Privaten üblich, gab es auch Unterbrechungen, damit man in Ruhe mal etwas essen konnte, wobei ein reichhaltiges Buffet gekrönt mit einem exzellenten Angebot an Desserts und Kuchen das Publikum stärkte, damit es den gut viereinhalb Stunden dauernden Angriff auf die Lachmuskeln ohne Schwächeanfälle überstand.
Denn Heidi K. und ihre Assistenten (Fabienne Jennewein, Philip Schwender) suchten anschließend Germany's next Top-Abiturienten. Heidi K. gelang es dabei mit dem Wohlklang ihrer gut ausgebildeten Stimme das Publikum in den Bann zu schlagen und mit scharfem Intellekt aus den einzigen drei Kandidat(inn)en "Germany’s next Top-Abiturienten" auszuwählen. Dabei wurde den Kandidatinnen (Philipp Erepmok, Sebastian Massierer, Robin Wesely) wirklich nichts geschenkt - so sollte "eine" Kandidatin ihre Größe-47 Füße in Größe 39 Schuhe zwängen - was Philipp Schwender als Juror nur den Kommentar abrang: "Als Top-Abiturient muss man den Zeh auch mal ein bisschen einziehen können, wenn es darum geht, unter den Besten sein zu wollen."
Verstärkt wurde das Team durch den Auftritt der "schrägen Chaoten ", unter ihnen Tobias Abel, vom Karnevalsclub Oberwürzbach, die mit ihrem Männerballett Eleganz und Harmonie schöner Körper in vollendeter Synchronie der Bewegung demonstrierten.
Mit Spannung erwarteten insbesondere die Lehrer die Sendung "Schlag den Lehrer", kannte man doch weder die Teilnehmer noch die Disziplin des Wettbewerbs. Hier mussten sich zuerst in einem Casting zwei Kandidaten aus der wirtschaftlichen Abteilung und zwei Kandidaten aus der technischen Abteilung so schwierigen Aufgaben wie "Bobbelches-Quiz" stellen und Babyfotos dem jeweils richtigen Schüler zuordnen. Doch Herrn Wolff half weder sein Vertrauen zu den übersinnlichen Kräften noch nutzte Frau Weber ihr Wissen darum, dass das Wesen aller Dinge die Zahl ist. Sie konnten sich nicht gegen den durch CAD geschulten Blick von Herrn Kipper und den Pixelblick des Informatikers Wenzel durchsetzen. Allein in der Endrunde siegte der gute Geschmack von Herrn Kipper, dem es gelang in einem Blindversuch Chili, Apfel, Senf aus den Proben, die man ihm reichte, herauszuschmecken. Doch fand auch er seinen Meister in Christian Homberg, der schließlich in der Disziplin "Fernsehmusik" Herrn Kipper knapp schlug, der zwar die Melodien zu Tatort, Löwenzahn und dem rosaroten Panther kannte, aber u.a. an den Melodien von "A-Team" oder "Desperate Housewives" kläglich scheiterte. Und doch waren die gut 250 Gäste nicht zuletzt deshalb in das Pfarrheim von St. Josef gekommen, weil sie dabei sein wollten, als an diesem Abend nach drei langen Jahren endlich die ersehnten Abiturzeugnisse ausgegeben werden sollten. Der Leiter des BBZ, Gisbert Groh, ging in seiner Ansprache auf das "Gymnasium in der globalisierten Welt 2009" ein und machte deutlich, dass mit 98% sicher bestandenen Abiturprüfungen, -ein Kandidat hat noch einen Nachprüfungstermin- dieser Jahrgang äußerst erfolgreich war. Er appellierte an die jungen Erwachsenen, mit ihrem Abitur, mit dieser in der Gesellschaft hoch angesehenen Qualifikation ihren Beitrag zur Weiterentwicklung der Gesellschaft zu leisten, sei es in einem Studium, in einer Ausbildung oder auf dem Arbeitsmarkt. Groh bedankte sich in diesem Zusammenhang auch bei seinen Kolleginnen und Kollegen, die, wie er ausführte, mit weit überdurchschnittlichem Engagement zum Erfolg des Abiturjahrgangs 2009 beigetragen haben.
Drei Abiturienten wurden gesondert ausgezeichnet, Lisa Ludes erhielt für die besten Leistungen in Chemie den Preis der Gesellschaft der deutschen Chemiker, Katja Ziehl und Joshua Voß wurden für die jeweils beste Leistung im technischen Zweig des Gymnasiums und im wirtschaftlichen Zweig mit dem Preis des Oberbürgermeisters ausgezeichnet. Der reibungslose Ablauf, die sympathische Führung durch das Programm durch die Moderatorin die launische Einführungsansprache von Jessica Feibel, das gelungene Zusammenwirken so vieler Akteure machte eins deutlich: der Abiturjahrgang 2009 hat in den drei Jahren viel mehr gelernt als Chemie, Vektorrechnung, Französisch und Literaturgeschichte, sie sind teamfähig geworden, sie können sich selbst Ziele stecken und diese Ziele gemeinsam erreichen. Das BBZ hat einen guten Jahrgang verabschiedet.
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(Joachim Frenzel-Paal) |
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