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„Die polnische Wurst schmeckt am besten mit dem Flûte aus Frankreich", kommentiert Mathias Schappert seinen ersten Eindruck vom Europatag am BBZ St. Ingbert. Matthias bereitet sich gerade an der Fachoberschule auf sein Fachabitur vor, trotzdem genießt er den etwas anderen Unterricht, den sich das BBZ für diesen Tag hatte einfallen lassen. „Das ist der spannendste Sozialkundeunterricht, den ich je hatte", war der Kommentar einer Schülerin der Handelsschule, als sie in das herzhafte Smörebröd aus Dänemark biss.
Europa nicht nur über Texte kennen zu lernen, sondern zu erfahren und zu erleben, das hatte man sich für diesen Tag am BBZ zum Ziel gesetzt, und die engagierte Mitarbeit der Schülerinnen zeigte, dass das Konzept aufging. "Nicht „verkopftes" Lernen sondern Lernen mit allen Sinnen, mit der Nase, mit den Augen und mit den Geschmacksnerven, das wollten wir an diesem Tag ermöglichen", erklärte Joachim Frenzel-Paal die Zielvorstellung für den Europatag, den das Sozialkundeteam des BBZ um Josef Puhl, Heiner Scheuermann und Joachim Frenzel-Paal organisiert hatte.
Heinz Jürgen Schäfer, stellvertretender Schulleiter, freut sich, dass die schulformübergreifende Zusammenarbeit so reibungslos geklappt hat. "Die Kollegen haben das als Team gemacht. Und wer von den Schülern Teamfähigkeit erwartet, muss auch im Team spielen können. Da kann die Sozialkunde Vorreiter sein."
Die Schülerinnen und Schülern der verschiedenen Schulformen am BBZ nahmen das Angebot jedenfalls gern an. Fünf Nachbarländer Deutschlands wurden dabei vorgestellt, zu denen an jeweils einem Ort die notwendigen Informationen bereitgestellt waren. Aufgabe der Schülerinnen war, in kurzer Zeit Informationen aus vorliegenden Material zu beschaffen und auszuwerten.
„Das macht richtig Spaß, man ist gefordert man lernt viel über die anderen Länder, aber es ist kein bisschen trocken und die Zeit geht viel schneller rum als im normalen Unterricht", meint Jannick G. aus der Gewerbeschule, der sich freut, dass seine Klasse zu dem Projekt eingeladen war.
Schulleiter Gisbert Groh verwies auf den Zusammenhang mit der Europawahl im Juni 2009 und dass die Schule damit einen Beitrag dazu leisten will, Europa erfahrbar zu machen. Nicht zuletzt sei das Projekt auch im Zusammenhang mit der polnisch-saar-pfälzischen Schulpartnerschaft zu sehen, um die man sich aktuell im Kreis bemühe. Denn nach wie vor sei gegenseitiges Kennenlernen und Vertrauen einer der wichtigsten Bausteine für eine europäische Friedensordnung, von der alle Menschen europaweit Vorteile haben. Und er versprach, dass in Zukunft häufiger solche Projekttage durchgeführt werden sollen, an denen die Leistungsfähigkeit der beruflichen Schulen mit modernen Medien, Methoden und ihren attraktiven Angeboten deutlich werde.
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(Joachim Frenzel-Paal) |
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