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Projekt zur Motivationsförderung gestartet


"Moderne Schulen müssen heute viel mehr leisten als nur Wissensvermittlung. Gerade die berufsbildenden Schulen sind Bindeglieder zwischen den Interessen und Zielen von Jugendlichen und den Anforderungen der modernen Wirtschaftswelt. Schlüsselfaktor dabei ist die Motivation der Jugendlichen. Um diese Motivation aufrechtzuerhalten und zu verstärken, hat das BBZ das Projekt Wirtschaft 2009 gestartet", so Gisbert Groh, Schulleiter des BBZ St. Ingbert.

Vier hochkarätige Praktiker aus der Wirtschaft, Dr. Hanspeter Georgi, Wirtschaftsminister a. D., Dieter Robeller und Susanne Gabrovsek aus der Geschäftführung der Trucktec GmbH sowie Rainmar Gnaehrich, Geschäftsführer der Obrasafe GmbH informierten in mehreren Klassen der Fachoberschule darüber, was erfolgreiche Unternehmen von Schulabgängern und zukünftigen Mitarbeitern erwarten. Sie ließen die künftigen Schulabgänger an ihrem Expertenwissen teilhaben und machten klar, dass werteorientiertes Denken und Handeln in der modernen Arbeitswelt von entscheidender Bedeutung sind. Hohe Motivation und gute Qualifizierung der Mitarbeiter seien von existentieller Bedeutung für das Überleben der Unternehmen und die Sicherheit des Arbeitsplatzes in der Zeit des Hyper-Wettbewerbs und der Globalisierung.

Deshalb stand nicht zuletzt die Motivation der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund der Veranstaltung. Entlang von Leitthesen diskutierten Schüler und Referenten über „Optimismus als Pflicht!", „Pflicht zum eigenen Engagement für sich selbst und andere als Erwartung der Gesellschaft!" oder „Selbstjustage als Grundvoraussetzung zur (Berufs-)Wegfindung und Zielerreichung!".

Dr. Georgi gelang es mit den Hinweisen „neben Schulzeit und Freizeit existiert auch eine Lernzeit, in die jeder investieren muss, " und „egal, was man macht, man muss es gut machen und damit ordentlich zum Ziel bringen," die Schüler nachdenklich zu stimmen. Herr Robeller und Frau Gabrovsek verwiesen die Schüler darauf, dass „Anstrengung und Disziplin der Weg zum Ziel sind" und „Wissbegierde, Toleranz, Ehrlichkeit, globale Ausrichtung und Realitätssinn bei der Wahl des Berufes die wichtigen Kriterien bei der Auswahl künftiger Mitarbeiter und Auszubildenden" sind. Herr Gnaehrich gelang es, die ungeteilte Aufmerksamkeit „seiner" Schüler durch ein Rollenspiel zu erlangen. Die gesamte Klasse simulierte eine Ruderregatta in England, mit Teambildung, -motivation, -versorgung und Berichterstattung. Schnell war klar, dass nicht alle rudern können. Die Schüler erlebten, dass die Berufsfeldfindung von vielen Faktoren wie Fähigkeiten, Interessen und Angebot abhängt. „Mit „ich weiß nicht, welchen Beruf ich mal ergreifen möchte" sei es nicht getan in der heutigen Gesellschaft. Stattdessen verschaffte Gnaehrich den Schülern einen Überblick über Berufsmöglichkeiten und zukunftsträchtige Berufsbilder. Wer sich umfänglich informiert, wer sich früher entscheidet und wer sich gezielt vorbereitet, der verbessert seine eigenen Chancen und die des Teams. So verbindet sich der individuelle Nutzen mit dem Nutzen der Gesellschaft.

Das BBZ St. Ingbert hat sich in seinem Qualitätsmanagement die Ziele gesetzt, die Durchfallquote zu minimieren und die Zahl der Schulabbrecher zu senken. Denn jeder Schüler, der wiederholt oder aufgibt, verliere mindestens ein Jahr. Das sei eine Vergeudung von menschlichen Ressourcen, von dem persönlichen Leidensdruck, der damit verbundenen Demotivation, dem Verlust an Selbstvertrauen und den Folgen in den Familien ganz abgesehen. Gute Beratung, gute Betreuung in der Schule und gute Zusammenarbeit mit der Wirtschaft sollen ermöglichen, dass möglichst jeder den eingeschlagenen Weg erfolgreich zu Ende bringt. Der Berufs- und Jugenddienst der Rotarier im Saarland wird ein Partner sein, wenn jetzt ein Informationsdienst im Alltag des BBZ eingerichtet wird, der die berufliche Orientierung bei der Schullaufbahnwahl und der Berufswahl optimieren soll. Am Berufsbildungszentrum wird das Projekt von Nadine Bickel betreut.

Das große Interesse und die positiven Rückmeldungen der Schülerschaft, ermutigen das BBZ zur Weiterführung. So will man weitere Unternehmen für dieses Projekt gewinnen. Ziel sei ein Netzwerk, damit die Schülerinnen und Schüler im Bedarfsfall direkt über die Homepage der Schule konkrete Ansprechpartner erreichen können. Weitere Ansprechpartner wie z.B. das Kreiskrankenhaus und die Firma Festo haben bereits ihre Mitarbeit zugesagt.

(Nadine Bickel)


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